Die edle Nuss im stacheligen Kleid

Der wunderschöne, süßlichliche Duft von frisch geröstetener Maronen gehört zur Weihnachtszeit wie Frost, Sonnenschein und Schnee - eben zum Herbst und Winter. Für uns ein Muss, ein VIP der Saison.

Dschungel der Kastanie

Oftmals werden Esskastanie, Marone und Rosskastanie verwechselt. Rosskastanien werden im Herbst allerorts von Kindern gesammelt und zum Basteln verwendet - diese sind nicht zum Verzehr geeignet. Die essbaren Kastanien sind Maronen und die Esskastanie. Maronen sind die weitergezüchteten Sorten der ursprünglichen Essastanie. Maronen sind - wie erwartet - größer, lassen sich deutlich leichter knacken bzw. schälen und haben einen eigenen intensiven leckeren Geschmack.

Frisch aufgetischt

Die Saison der Esskastanie bzw. der Marone beginnt im Herbst, also ab September und reicht bis in den späten November - je nach Witterungslage. Jetzt platzen die stacheligen, lederartigen Hüllen der Nuss auf und die Nüsse fallen auf den Boden. Ein Genuss zum Sammeln. Wenn du über die Saison hinaus die feinen Maronen naschen willst, solltest du sie trocknen - leider werden Maronen sonst schnell ranzig. Es gibt noch die sogenannten Dauermaronen - diese sind - wie ihr Name schon sagt - länger haltbar als Esskastanien und Maronen. Sie sehen optisch gleich aus wie die normalen Maronen, fallen jedoch nicht vom Baum und müssen daher in mühevoller kleinstarbeit vom Baum gepflückt werden.

Bitte ohne Mitbewohner

Leider können selbst gesammelte Maronen, wie auch andere Nüsse, von Würmern befallen sein. Das ist ein natürlicher Prozess! Ärgerlich, aber nicht schlimm. Folgender Trick "entlarvt" die wurmbefallenen Nüsse - Nach dem Sammeln der Früchte solltest du diese schälen und anschließend sofort in kaltem Wasser einweichen und siehe da: die verwurmten Exemplare schwimmen oben und so kannst du sie nun einfach abschöpfen. Die restlichen Maronen kannst du jetzt sofort weiter verarbeiten.

Von süß bis deftig ....

Esskastanien sind echte kleine Multitalente - fast schon sogenannte Superfoods! Gebraten, geröstet, püriert, gegrillt oder nur kurz gegaart - probiere es einfach mal aus - sie schmecken herrlich! Hole dir das Weinachtsmarkt - Feeling nach Hause. Wie? Ganz einfach: Die Schale kreuzweise einritzen - nicht schälen - und die Esskastanien im Backofen bei 200 Grad Celsius für rund 10 Minuten im Backofen rösten. Vom Backblech nehmen und jetzt die Esskastanie von der Schale inklusive der Samenhaut befreien, sprich sauber schälen und geniessen. Selbstverständlich eignen sich Esskastanien auch hervorragend als Beilage oder als Füllung von Gans, Ente oder Rehbraten. Auch als süße Speise ist die Esskastanie äußerst beliebt, zum Beispiel: Esskastaniencreme oder Marrons glaces (kandierte Kastanie). Du kannst selbstverständlich auch auf geschälte und vorgegarte Esskastanien bzw. Maronen zurückgreifen.

 

 

Tags: Maronen

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